Corona-Special - Ein besonders ehrenvoller Einsatz

Foto: Mischa Christen

Shopunternehmerin Sladjana Vukman freute es sehr, während der Corona-Zeit ältere Menschen beim Einkauf zu unterstützen.

Zu Beginn des Lockdowns drückte eine ältere Dame der Shopunternehmerin Sladjana Vukman in Kriens einen Zettel in die Hand. Ob sie ihr nicht diese Liste von Lebensmitteln zusammenpacken könne? «Ich hatte Mitgefühl mit der Frau und habe ihr alles eingepackt», erzählt Sladjana Vukman in ihrem Coop Pronto Shop mit Tankstelle beim Pilatusmarkt in Kriens. Dies habe sie auf die Idee gebracht, diese Dienstleistung auch anderen älteren Menschen anzubieten. Zuerst habe sie sich überlegt, Flyer zu verteilen und den Kunden aktiv in die Hand zu geben, um auf ihre Bereitschaft hinzuweisen. Jedoch habe sie dann eingesehen, dass dieser Aufwand schlussendlich zu gross geworden wäre. «So habe ich gewisse ältere Stammkunden im Coop Pronto Shop angesprochen, ob ich für sie einkaufen soll.» Vereinbart wurde, dass die Kunden von Montag bis Mittwoch anrufen können. Immer donnerstags brachte Sladjana Vukman die Waren dann zu ihnen nach Hause. 

«Die Leute zahlten in bar – und natürlich erhielt ich auch ein Trinkgeld», erinnert sie sich lächelnd. «Mit der Zeit kamen die Leute selber wieder zum Coop Pronto Shop und ich brachte ihnen die bereits gefüllten Taschen nach draussen.» Während des normalen Betriebs sei es aber leider nicht möglich, diese Dienstleistung weiterzuführen, wurde sich die Shopunternehmerin schnell bewusst. Dennoch hat es ihr während des Lockdowns gutgetan, den Kunden ihre Hilfe anzubieten. «Dem Kunden gibt es ein gutes Gefühl – und mir schliesslich auch.»

Kurzarbeit musste Sladjana Vukman während der strengen Corona-Vorschriften nicht anmelden. «Es gab nicht weniger Arbeit, im Gegenteil – ab der ersten Woche Ausgangssperre lief es sogar besser.»

Foto: Mischa Christen

«Wir haben diese Hilfe nicht aktiv angeboten, es hat sich herumgesprochen und sich so ergeben», erzählt Shopunternehmer Aramugam Sritharan.

Nach dem Lockdown am 16. März fiel Shopunternehmer Aramugam Sritharan auf, dass einige seiner Stammkunden fehlten. Nach neun Tagen kamen aber wieder mehr Kunden in den Coop Pronto Shop mit Tankstelle. Der Shopunternehmer merkte jedoch, dass es zum Teil andere Gesichter als zuvor waren. Bald schon rief ihn eine Stammkundin an: Sie habe Bedenken, einkaufen zu gehen und wohne alleine. Ob er ihr nicht die Ware nach Hause liefern könne? «Ich habe der Frau sofort zugesagt», erzählt er. «Ich habe ihr die Sachen eingepackt und bin mit der Quittung zu ihr nach Hause gefahren.» Die Dame sei begeistert gewesen und habe es weitererzählt. So kam es, dass weitere Kunden im Coop Pronto Shop Klus anriefen und ebenfalls Bestellungen aufgaben. Aramugam Sritharan fand das gut. «Das tue ich gern. Wir sind ja immer für unsere Kunden da.»

Andere bestellten telefonisch und holten die Waren mit dem Auto ab. «Wir haben diese Hilfe nicht aktiv angeboten, es hat sich herumgesprochen und sich so ergeben», erzählt Aramugam Sritharan. Die ältere Kundschaft komme mittlerweile wieder selber einkaufen, meistens am Nachmittag, um die Stosszeiten zu umgehen. «Wir helfen dann auch beim Einkauf, damit die Leute schnell fertig sind und unseren Shop rasch wieder verlassen können.» Die Kundinnen und Kunden haben Aramugam Sritharan für seine Dienste gelobt. Und Roger Oser, Vorsitzender der Coop Mineraloel AG, liess es sich nicht nehmen, den engagierten Shopunternehmer persönlich zu besuchen und sich bei ihm und seinem Team für den besonderen Einsatz zu bedanken.